Fortgeschrittene Modelle

Hier geben wir eine Übersicht über fortgeschrittene VR-Brillen mit Preisen zwischen 55 und 70€. Sie sind eine gute Wahl wenn man ein leistungsfähiges Smartphone mit mindestens 4,7″ Bildschirmdiagonale hat und man für einen geringen Preis das maximale VR-Erlebnis erreichen möchte. Neben fortgeschrittenen Modellen beraten wir euch auch beim Kauf von Einsteiger- sowie Professionellen Modellen (s. Übersicht).

Vor- und Nachteile

Die Kategorie “Fortgeschrittene Modelle” hat einige Vor- und Nachteile, denen man sich generell bewusst sein sollte:

  • Hoher Tragekomfort durch Polster und Kopfband, erlaubt längere VR-Erlebnisse als bei Einsteiger-Modellen
  • Bessere Verarbeitung und Haltbarkeit
  • Gutes Mitten-Drin Gefühl durch gute Abschirmung und besseres Sichtfeld (variiert je nach Modell)
  • Teilweise Anpassung des Linsenabstands und Dioptrien-Korrektur (variiert je nach Modell)
  • Keine Erfassung der Kopf-Position (nur Kopf-Drehung wird erfasst)
  • Qualität der Erfahrung hängt sehr vom verwendeten Smartphone ab (Bildschirmauflösung, interne Sensoren, Batterielaufzeit und Hitzeentwicklung)
  • Höherer Preis, verglichen mit Einsteiger-Modellen

Vor- und Nachteile

Die Kategorie “Fortgeschrittene Modelle” hat einige Vor- und Nachteile, denen man sich generell bewusst sein sollte:

Vorteile

Nachteile

  • Hoher Tragekomfort durch Polster und Kopfband, erlaubt längere VR-Erlebnisse als bei Einsteiger-Modellen
  • Bessere Verarbeitung und Haltbarkeit
  • Gutes Mitten-Drin Gefühl durch gute Abschirmung und besseres Sichtfeld (variiert je nach Modell)
  • Teilweise Anpassung des Linsenabstands und Dioptrien-Korrektur (variiert je nach Modell)
  • Keine Erfassung der Kopf-Position (nur Kopf-Drehung wird erfasst)
  • Qualität der Erfahrung hängt sehr vom verwendeten Smartphone ab (Bildschirmauflösung, interne Sensoren, Batterielaufzeit und Hitzeentwicklung)
  • Höherer Preis, verglichen mit Einsteiger-Modellen

Übersicht

Hinweis zur Sortierung

Preis

Gesamtwertung

Preis/Leistung

Fazit

Ergonomie

Qualität

Kompatibilität

Sonstiges

Gear VR

Gear VR

62,90€

95%

Die beste Wahl für Samsung Galaxy S und Note Besitzer

  • Smartphone ist sofort eingelegt
  • Tragekomfort
  • Fokus ist einstellbar
  • Passt darunter:
  • Gutes Sichtfeld & Bildqualität
  • Reinigbarkeit
  • Touchpad, Zurück-Knopf, Lautstärke-Knöpfe
  • Nur mit wenigen Samsung Smartphones kompatibel
  • Eigener Store (Oculus) mit vielen Inhalten
  • Reduzierte Bewegungsunschärfe bei Drehung
  • Annäherungssensor

Freefly VR

Freefly VR

55€

78%

Komfortabel zu tragen und leicht zu reinigen

  • Tragekomfort
  • Keine Einstellmöglichkeiten
  • Passt nicht:
  • Gutes Sichtfeld
  • Reinigbarkeit
  • Verzerrte Bildränder
  • Zu den meisten Smartphones kompatibel
  • BlueTooth Controller im Lieferumfang

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Vrizzmo Volt

Vrizzmo Volt

60€

75%

Beste Bildqualität für den kompromissbereiten Geek

  • Tragekomfort
  • Keine Einstellmöglichkeiten
  • Passt nicht:
  • Sehr gutes Sichtfeld & Bildqualität
  • Robuste Verarbeitung
  • Linsen beschlagen schnell
  • Reinigbarkeit
  • Zuverlässiger Knopf (außen)
  • Zu den meisten Smartphones kompatibel
  • Schaumstoff-Ringe um Linsen verhindern Verschmutzung

Homido VR

Homido VR

69,99€

73%

Allrounder für kleine Köpfe

  • Smartphone ist schnell eingelegt
  • Tragekomfort
  • Einstellmöglichkeiten
  • Passt nicht:
  • Gutes Sichtfeld & Bildqualität
  • Verarbeitung
  • Reinigbarkeit
  • Transport Hülle im Lieferumfang
  • Zu den meisten Smartphones kompatibel
  • Kein Input

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Die Modelle im Detail

Die Gear VR von Samsung stellt preislich wie auch qualitativ die Oberklasse der mobilen VR dar. Sie ist jedoch nur für die neuesten Samsung Galaxy S und Note Modelle geeignet, die innerhalb einer Sekunde durch einen eigens entwickelten Schließmechanismus in die Gear VR eingelegt werden

Eine Besonderheit der Gear VR ist der eigene App-Store von Oculus, der sich in VR benutzen lässt. Er beinhaltet für die Gear VR optimierte Software. Google Cardboard-Apps lassen sich mit der GearVR ebenfalls verwenden, allerdings nur mit Hilfe einer kostenpflichtigen Zusatzsoftware.

Smartphone-Kompatibilität:

  • Samsung Galaxy S6, S6 Edge, S6 Edge+, S7, S7 Edge
  • Samsung Galaxy Note 5

Vorteile:

  • Große Auswahl an Gear-VR optimierten Apps im Oculus Store
  • Gute Optik und Sichtfeld (FOV)
  • Normale Brille lässt sich unter der VR-Brille tragen
  • Audio- und Ladebuchse sind von außen erreichbar
  • Interaktion mit den Apps über seitliches Touchpad (Klick + 4-Wege Scrollen), separate Lautstärke- und Zurück-Taste
  • Dioptrienkorrektur durch Stellrad
  • Annäherungssensor pausiert die App wenn der Benutzer die Gear VR nicht trägt
  • Gesamtsystem ist auf VR optimiert (hohe Bildschirmauflösung, weniger Bewegungsunschärfe, bessere Reaktionszeit bei Kopfbewegungen)

Nachteile:

  • Viele der Oculus Store Apps sind kostenpflichtig

Beim Freefly VR aus den USA wird das Smartphone, welches schon größer sein muss, mittels justierbarer Klammern im Deckel eingespannt. Problematisch ist hier vornehmlich, dass zur Interaktion mit Apps kein seitlicher Knopf existiert, sondern ein Bluetooth Controller verwendet werden muss, der mitgeliefert wird. Dieser funktioniert aber bei Android bei einigen unterstützten Apps und unter iOS überhaupt nicht.

Smartphone-Kompatibilität:

  • Alle Android/iOS
  • Für Geräte mit 4.7″ – 6.1″ Bildschirmdiagonale
  • Empfohlen: min. 4.7″

Vorteile:

  • Solide Verarbeitung und leicht zu reinigen
  • Großes Sichtfeld (FOV) dank großer Linsen
  • Transporttasche wird mitgeliefert
  • Audio- und Ladebuchse sind von außen erreichbar

Nachteile:

  • Normale Brille passt nicht unter die VR-Brille
  • Einlegen des Smartphones bedarf einiger Übung und dauert am längsten von allen getesteten Modellen
  • Niedrige Linsenqualität führt zu Wölbungen im Randbereich
  • Interaktion mit Apps nur per BlueTooth-Controller möglich (nur manche Apps, nur Android)

Die VR-Brille aus Polen besticht durch ihr ganz besonderes Aussehen. Sie hat das größte Sichtfeld (FOV) aller getesteten Fortgeschrittenen Modelle, die Linsen beschlagen aber bereits nach kurzer Zeit. Das Smartphone wird mit einem Klettband fixiert.

Smartphone-Kompatibilität:

  • Alle Android/iOS
  • Für Geräte mit 4.6″ – 5.7″ Bildschirmdiagonale (Min: 12.5 x 6.5 cm, Max: 16.1 x 8.1 cm)
  • Empfohlen: min. 4.7″

Vorteile:

  • Sehr gute Optik und das größte Sichtfeld (FOV) unter allen Fortgeschrittenen Modellen
  • Interaktion mit den Apps erfolgt über zuverlässigen Knopf an der Seite
  • Audio- und Ladebuchse sind von außen erreichbar

Nachteile:

  • Oberer Schaumstoff drückt unangenehm auf die Augenbrauen
  • Einstellung des Kopfbands ist gewöhnungsbedürftig
  • Normale Brille passt nicht unter die VR-Brille
  • Linsen beschlagen bereits nach kurzer Nutzung
  • Reinigung ist mühsam aufgrund vieler Zwischenräume

Die VR-Brille aus Frankreich bietet viele Einstellungsmöglichkeiten, aber leider keine Interaktionsknöpfe. Das Smartphone wird fixiert indem es von oben in die Halterung geschoben wird.

Smartphone-Kompatibilität:

  • Alle Android/iOS
  • Für Geräte mit 4.7″ – 6.1″ Bildschirmdiagonale
  • Empfohlen: min. 5″

Vorteile:

  • Einlegen und Entnehmen des Smartphones geht schnell
  • Sehr gute Optik, Eye Relief (Abstand zwischen Linse und Auge) lässt sich per Rad einstellen
  • IPD (Abstand zwischen den Linsen) lässt sich einstellen
  • Audio- und Ladebuchse sind von außen erreichbar
  • Transport-Tasche wird mitgeliefert

Nachteile:

  • Normale Brille passt nicht unter die VR-Brille
  • Kein Knopf für Interaktion mit Apps vorhanden

Was sollte ich vor dem Kauf beachten?

Das wichtigste ist, dass euer Smartphone zur VR-Brille passt (s. Smartphone-Kompatibilität der jeweiligen Modelle). Manche VR-Brillen unterstützen nur bestimmte Smartphone-Modelle, die anderen haben Mindest- sowie Maximalanforderungen an die Größe des Geräts. Messt mit einem Lineal die Maße eures Smartphones ab (Breite und Höhe im Querformat) und ermittelt eure Bildschirmdiagonale in Zoll (z.B. hier). Achtet bitte außerdem auf folgende Voraussetzungen:

  • Display-Größe & Auflösung: generell gilt: umso größer und höher aufgelöst das Display ist, umso besser. Geräte mit besonders kleinem Display (z.B. iPhone 4S, 5S) und geringen Auflösungen (unterhalb 1280×720) trüben den VR-Genuss erheblich.
  • Betriebssystem: iOS (iPhone) oder Android. Das Erlebnis mit anderen Betriebssystemen (insb. Windows Phone) ist nicht zu empfehlen, da Google den App-Entwicklern keine entsprechende Software (Cardboard SDK) zur Verfügung stellt. Die Entwickler verwenden stattdessen minderwertige Bastellösungen, was zu einem unschönen VR-Erlebnis führt
  • Smartphone-Sensorik: Damit euer Smartphone die Kopfbewegung korrekt ermitteln kann, werden spezielle Sensoren (u.a. Gyroskop) benötigt. Es gibt ein paar wenige (v.a. günstige chinesische) Modelle, denen diese fehlen. Um zu ermitteln, ob euer Smartphone kompatibel ist, besorgt euch die Google Cardboard App aus dem Play Store (Android) oder App Store (iOS). Startet diese, haltet das Smartphone vor euch und dreht euch damit langsam im Kreis. Die virtuelle Welt auf dem Bildschirm sollte sich ebenfalls in die selbe Richtung bewegen. Falls nicht, ist euer Smartphone nicht für VR geeignet. Die Cardboard App könnt ihr installiert lassen, ihr werdet sie später noch benötigen.

Fazit

Maßgeblich für die Kaufentscheidung ist das Smartphone-Modell (bei den Brillen wo es wichtig ist), sonst die Smartphone- Größe. Falls ihr ein Samsung Galaxy S oder Note Smartphone habt, das zur GearVR kompatibel ist, so ist die GearVR unsere klare Empfehlung, da sie in den meisten Kategorien die besten Noten erzielt. Ansonsten ist die Homido VR eine sinnvolle Alternative. Deren zweite Generation (erscheint bald oben in den Tests) beinhaltet einen Knopf, wodurch sie für Cardboard-Erfahrungen deutlich wertvoller wird.

Falls euer Smartphone den Anforderungen nicht gewachsen ist, bspw. wegen zu geringerer Auflösung, kann es sein dass das Gerät schon älterer Bauart ist. In dem Fall lohnt es sich bei der nächsten Neuanschaffung auf die VR-Kompatibilität zu achten. Das Samsung Galaxy S7 können wir durchweg empfehlen, auch für den normalen Gebrauch ohne VR. Ansonsten lohnt sich das Warten auf das Frühjahr 2017, da dann die ersten Geräte kommen, die für Google Daydream VR zertifiziert sind, dem Nachfolger der Cardboard Plattform.